22.05. Notfallseelsorge Mettmann

Ein Geräusch wie das Knicken trockener Äste. Das sind Rippen, die brechen. Notarzt und Sanitäter im Schlafzimmer machen ihren Job. Großmutter atmet nicht mehr. Der Arzt drückt seinen Handballen mit ganzer Kraft auf das Brustbein. Noch Knacken. Wiederbelebung ist nichts für zarte Gemüter. 30 Mal fest drücken, zwei Mal beatmen, 30 Mal drücken…. Dann – nach langen Minuten – ein Kopfschütteln. Oma ist tot.

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14.05. Notfallseelsorge und Krisenintervention Saarland

Die Erinnerungen weichen nicht, obwohl schon Jahre vergangen sind, seit Hans-Lothar Hölscher das Wohnzimmer betreten hat: Das Baby liegt steif auf der Couch und läuft blau an. Das kleine Mädchen ist an seinem Erbrochenen erstickt. Die Mutter sitzt regungslos daneben; das Entsetzen und die Schuldgefühle haben die junge Frau erstarren lassen. Dann rinnen Tränen über ihre Wangen, schluchzt, hyperventiliert sie – und erstarrt wieder. Hölscher zögert. Er hat gelernt, wie man in den schrecklichsten Augenblicken selbst die Fassung wahrt und anderen hilft, die Fassung wiederzuerlangen. Doch jetzt ringt der Grauhaarige mit dem Vollbart, selbst Vater dreier Kinder, mit seinen Gefühlen. Dann führt er sich vor Augen, wie dringend ihn die Frau braucht, und reißt sich zusammen. „Mein Name ist Hans-Lothar Hölscher. Ich bin Notfallseelsorger. Die Feuerwehr hat mich gerufen.“

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